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Erscheinungsdatum:
 18.05.2006
300
 
Comic zum Film
von Frank Miller, Lynn Varley
Überformat, 
Hardcover, 
vierfarbig, 
88 Seiten, 
Preis: 29,80 €
ISBN
 978-3-936480-30-6
Die Heerscharen Persiens - eine Streitmacht, so gewaltig, dass die Erde unter ihren Schritten erzittert - stehen bereit, Griechenland zu vernichten, eine Insel der Vernunft und der Freiheit inmitten eines Ozeans aus alter Mystik und Tyrannei.

Zwischen Griechenland und dieser Flutwelle der Zerstörung steht nur eine kleine Truppe von gerade einmal 300 Kriegern.

Doch diese Krieger sind mehr als nur einfache Männer - Es sind SPARTANER!

Die gefeierte Neuinterpretation der Schlacht bei den Thermopylen gilt als eine der besten Arbeiten der Comiclegende Frank Miller (SIN CITY) und wurde mit drei EISNER Awards ausgezeichnet. 2007 lieferte Regie-Neuling Zach Snyder die kongeniale visuelle Umsetzung des Comic-Stoffs und katapultierte sich mit dem stilprägenden Fantasy-Schlachtgemälde in die A-Liga Hollywoods. 2009 setzte er nach und adaptierte die als unverfilmbar gehandelte Graphic Novel WATCHMEN von Alan Moore.
"Wie gut Frank Miller ist, das zeigt sein Band über die Schlacht bei den Thermophylen, der jetzt bei "Cross Cult Comics" wieder aufgelegt wurde, weil auch er verfilmt wurde und im Frühjahr in die Kinos kommen soll: Miller zeichnet seine Bilder hier weit und groß, wie Leinwände liegen die Seiten, auf denen Miller die Geschichte der Spartaner zu Größe entfaltet - in einem Stil, den man Old School nennen könnte: Miller kann an den verspielten Varianten des Comics nichts finden, er zeichnet klar, wuchtig, direkt, fast ohne Schnörkel. Das macht den Comic schon schön zu lesen, doch dazu kommt bei Miller noch seine Sprache, die so klar, wuchtig, direkt wie die Bilder ist.“
Roland Schultz, jetzt.de

„Archaisch und urgewaltig - diese Adjektive umschreiben 300 am besten. Die Spartaner sind keine Menschen, sie sind Übermenschen, Halbgötter, die gleich den Heroen in der griechischen Vasenmalerei nicht einmal eine Rüstung brauchen sondern in idealisierter Nacktheit kämpfen. Der Comic strotz nur so vor Testosteron und Männlichkeit und ist sicher nicht für empfindsame Gemüter geeignet. Das Blut spritzt, die Leichen türmen sich und die Spartaner gehen ohne mit der Wimper zu zucken in den Tod. Warum? Weil es ihre Pflicht ist. Ob der Leser mit den Botschaften, die dem Comic innewohnen einverstanden ist oder nicht, das hängt von ihm ab. Einen interessanten, wenn auch natürlich ideologisch gefärbten Blick auf eines der entscheidendsten Ereignisse der Kulturgeschichte Europas und Vorderasiens gewährt 300 auf jeden Fall, und den sollte man sich nicht entgehen lassen.“
Thomas Nickel, G-wie-Gorilla.de

»Form und Inhalt sind perfekt aufeinander abgestimmt: Millers Texte strotzen vor Kraft, seine Zeichnungen sind stimmungsvoll und dramatisch, intensiviert durch Varleys düstere Farbpalette aus Erde und Blut.«
Publishers Weekly
Frank Miller
Seit 1976 arbeitet Frank Miller zunächst als Zeichner, später auch als Autor im Comicbereich. Damals zog er mit 19 Jahren vom ländlichen Neu-England nach New York, um näher bei den Verlegern seiner Wahl zu wohnen. Dabei fällt auf, mit welcher Konsequenz und Gradlinigkeit Miller seinen Weg ins große Business gemacht hat. Bereits eine seiner ersten, semiprofessionellen Arbeiten, eine Fortsetzungsgeschichte für das Projekt APA-5 - einer der Keimzellen des Dark Horse-Verlages - ist ein Großstadtkrimi, dessen Hauptfiguren DAREDEVIL-Lesern erkennen könnten: Ein Polizeidetektiv namens Nick Manolis, eine weibliche Hauptfigur, die Elektra heißt, selbst das Mordopfer Hermann Zorn kommt einem bekannt vor. Die Schlacht bei den Thermopylen, die Miller viele Jahre später so mitreißend in 300 inszeniert hat, taucht bereits in einer Kurzgeschichte für die Heftserie Weird War Tales auf. Und in einem Beitrag für das Magazin Marvel Preview erlebt ein schwarzer Held namens Alex Washington ein düsteres Abenteuer in einer skurrilen Zukunft. Innerhalb weniger Monate krempelte Miller – zuerst als Zeichner, später auch als Autor - die damals kommerziell ins Abseits geratene Serie DAREDEVIL (Marvel) total um und verhalf den Superheldencomics damit erstmals auch zu literarischen Qualitäten. Miller blieb nicht bei der realistischen Darstellung von Action, sondern versuchte auch die menschliche, emotionale Seite ins Bild zu rücken. Er führte die Ninja-Kriegerin Elektra ein, die bald eine unglückliche Liebesbeziehung zu Matt (Daredevil) Murdock anfing und zu einem Dreh- und Angelpunkt der ganzen Serie wurde. Millers Version der Entstehungsgeschichte des mutigen Helden in DER MANN OHNE FURCHT und dem Zyklus BORN AGAIN werden immer noch als beste Comics dieser Serie gehandelt. Ende 1982 verabschiedete sich Miller von DAREDEVIL und gab ein viel beachtetes Gastspiel mit der Miniserie WOLVERINE. Anschließend wechselte er zu DC und schrieb und zeichnete dort RONIN, eine optisch und inhaltlich sehr ungewöhnliche, durch japanische Manga und europäische Comics beeinflusste Serie. Als Einflüsse nennt Miller etwa LONE WOLF AND CUB, aber auch die Arbeiten von Moebius und Hugo Pratt. Zwei Jahre später schaffte er es dann mit seinem revolutionären Meisterstück BATMAN: DIE RÜCKKEHR DES DUNKLEN RITTERS das Superheldengenre zu revitalisieren und sich in oberste Liga der Comic-Künstler zu katapultieren. Er führte Batman zurück zu seinen Wurzeln und zeichnete ihn als brutale und unberechenbare, oft faschistoide Figur. So demontierte er den zu der Zeit vorherrschenden, strahlenden Mythos der Superhelden. Tim Burtons Batman-Filme aus den Jahren 1989 und 1992 verdanken Millers Comic-Version zumindest atmosphärisch eine ganze Menge, auch wenn sie inhaltlich nichts miteinander zu tun haben. Mit einem Knall verabschiedete sich Miller vorläufig von den Comics: Zusammen mit dem Ausnahmezeichner David Mazzucchelli kreierte er einen abschließenden DAREDEVIL-Zyklus (BORN AGAIN), und die Batman-Story YEAR ONE, in der die Anfänge des Dunklen Ritters beleuchtet wurden. In den folgenden vier Jahren versuchte Miller als Drehbuchautor in Hollywood Fuß zu fassen. Nach einigen eher mäßigen Erfolgen (ROBOCOP 2+3) kehrte Miller 1991 zum Comic zurück und lief mit SIN CITY wieder zur Höchstform auf. Er erzählte eine geradlinige Kriminalstory, die von ihm zeichnerisch zurückhaltend, aber mit allen Raffinessen umgesetzt wurde. Später produzierte Miller, mit Dave Gibbons als Zeichner, die satirische Science-Fiction Serie GIVE ME LIBERTY/MARTHA WASHINGTON, die eine düstere und chaotische Zukunft der USA durch die Augen einer jungen, schwarzen Kämpferin aus den Slums zeigt. Gemeinsam mit Geoff Darrow kreierte er die Graphic Novel HARD BOILED, eine 100 Seite vollkommen sinnfreie Gewaltorgie, die sehr viel Spaß macht. 1998 führte Miller seinen Lesern mit der Miniserie 300 einen weiteren Aspekt seines kreativen Geistes vor. Noch einmal kommt Miller hier auf das Thema des griechisch-persischen Krieges zurück. Das auch rein optisch prachtvolle 300 wurde sowohl innerhalb der Comicszene als auch beim breiten Publikum zum riesigen Erfolg und gewann drei der renommierten Eisner Awards. In den folgenden Jahren baute Miller sein Sin City-Universum sukzessive immer weiter aus, bis er mit Hell And Back an einen vorläufigen Endpunkt geriet. Schlagzeilen machte Miller mit einer Fortsetzung seines Batman, der jedoch ein recht unterschiedliches Echo produzierte: DER DUNKLE RITTER SCHLÄGT ZURÜCK ist eine bitterböse Satire auf die herkömmlichen Superhelden, kehrt jedoch zu einer naiven Erzählweise zurück, wie man sie zuletzt in den 60er Jahren gesehen hat. Aktuell schreibt Miller die Reihe ALL-STAR BATMAN AND ROBIN, THE BOY WONDER, die von Zeichnergröße Jim Lee graphisch umgesetzt wird und führt Regie in einer Realverfilmung von THE SPIRIT nach der Figur von Comic-Legende Will Eisner.
Lynn Varley
Die Ex-Frau von Frank Miller war an vielen war an vielen Projekten des Star-Autors beteiligt. Die äußerst talentierte Malerin kolorierte unter anderem ELEKTRA ASSASSIN, ELEKTRA LIVES AGAIN, 300 und THE DARK KNIGHT STRIKES AGAIN. Zuletzt arbeitete sie an den Hintergründen für die Film-Adaption von Millers 300 mit.

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