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Erscheinungsdatum:
 10.11.2005
B.U.A.P.
 1:
Hohle Erde
von Guy Davis, John Arcudi, Mike Mignola, Ryan Sook
A5, 
Hardcover, 
SW, 
148 Seiten, 
Preis: 18,00 €
ISBN
 978-3-936480-20-7
Die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen (B.U.A.P.) setzt alles daran, um ihre Agentin Liz Sherman zu retten, die von geheimnisvollen Mächten ins Innere der Erde entführt worden ist. Dabei müssen sich die Agenten auch an ein Leben ohne Hellboy gewöhnen, der die B.U.A.P am Ende von "Sieger Wurm" verlassen hat. Zum ersten Mal mit dabei: Der deutsche "ektoplasmische" Agent Johann Kraus, der im zweiten Hellboy-Film eine große Rolle spielen wird. Weitere Geschichten in diesem Band: "Lobster Johnson: Der Killer in meinem Schädel" "Abe Sapien vs. Wissenschaft" "Abe Sapien: Die Trommeln der Toten" Mit Skizzengalerie und Pin-Ups deutscher Top-Zeichner (Haggi, Naomi Fearn u.a.)
„Auch ohne Hellboy machen die Angehörigen der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen (B.U.A.P.) eine gute Figur. Mann kann diesen Band allen Hellboy-Fans nur ans Herz legen.“ Splashpages.de „Die Erzählung Hohle Erde ist gemäß ihrer Thematik brandaktuell. Die Reise in das Innere der Erde reiht sich nahtlos ein in Geschichten wie Im Abgrund von Jeff Long oder dem Kinofilm The Descent. Ihre Erzählweise ist aber weniger modern und erinnert mehr an den Klassiker von Jules Verne Die Reise zum Mittelpunkt der Erde. Mythen und die Hinterlassenschaften einer uralten Kultur, die natürlichen Widrigkeiten des Erdinneren, all das sind die Zutaten, aus denen Mike Mignola (Christopher Golden, Tom Sniegoski) und der neue Gastzeichner Ryan Sook ein spannendes Abenteuer gestalten. (...) Ob ich mit dieser Vermutung richtig liege oder nicht, der Genre- und der Gruselfan werden sich sofort in diesen Geschichten zu Hause fühlen und die Geschichten voller Spannung verschlingen und den unterschwelligen Humor genießen.“ Comicblog.de „Auch wenn Mike Mignola, dessen reduzierter Strich mich bisher bei den Hellboy-Bänden immer begeistert hat, diesmal nicht selbst den Bleistift geschwungen hat, ist Hohle Erde trotzdem ein optischer Leckerbissen, wenn man denn ein Faible für außergewöhnlicheres Artwork dieser Art hat und auch mal über den Tellerrand hinaus blickt. Alle Künstler, die Mignola sich für die ersten Gehversuche im erweiterten Hellboy-Universum ausgesucht hat, machen einen tollen Job. Den Geschichten, die diesem Artwork zu Grunde liegen und das Gerüst für die Zeichnungen bilden, merkt man auf keiner Seite ihren im Grunde ja eher experimentellen Charakter an, und so ist das Buch auch ohne den roten Höllenjungen, der nur in den Rückblenden jeweils einen kurzen Gastauftritt hat, eine schöne Mischung und vor allem Erweiterung dieser Serie, die nach wie vor ein gelungener Mix aus Lovecraft, der internationalen Mythenwelt und alten B-Movies ist.“ Fantasyguide.de „Der Übergang vom Hauptwerk „Hellboy” zur Ablegerserie gelingt beeindruckend flüssig. Vor allen Dingen ist bemerkenswert, dass Mike Mignola „nur” als Autor und nicht als Zeichner fungiert. Und das auch nur bei drei von vier Geschichten. Ryan Sook, Matt Smith und Derek Thompson vertreten ihn jedoch sehr stilnah und kaum schlechter. Alle drei variieren etwas in der akribischen Darstellung der Schattierungen und der Detailverliebtheit, ansonsten fügt sich alles nahtlos an die vorangegangen regulären Hellboy-Bände. Ein inhaltlich starker Beginn der B.U.A.P., obwohl oder gerade weil der Fokus mal nicht auf die Galionsfigur Hellboy, sondern auf die anderen Mitglieder der Behörde gerichtet wird. Das schafft einen frischen Eindruck, der durch die Mignola-ähnlichen, aber eben zu diesem dezent nuancierten Neuzeichner noch verstärkt wird.“ Comicgate.de „B.U.A.P. liest sich flüssiger als die ersten Hellboy-Stories. Schon in "Sieger Wurm" konnte man bemerken, dass Mignola von seinen alten Hauruck Stories abgekommen ist und nun moderner erzählt. Das tut dem Lesevergnügen gut, nimmt aber etwas für Hellboy charakteristisches weg. B.U.A.P. ist eine Mischung aus gut gemachtem Superheldenteam Comic und eben Hellboy.“ Parnass.scram.de
Guy Davis
Guy Davis begann seine Karriere bei Arrow Comics (später Caliber Comics), mit der Serie THE REALM. Kurz danach schuf er gemeinsam mit Verleger Gary Reed die Serie BAKER STREET um einen alternativen Sherlock Holmes Mythos, in dem das Viktorianische England von Punks bewohnt ist. Davis arbeitete noch an vielen weiteren Caliber Projekten wie SINERGY, BOOK OF TAROT and CALIBER PRESENTS. Dann kam es zur erfolgreichen Zusammenarbeit mit Matt Wagner an der Mystery/Krimi-Serie SANDMAN MYSTERY THEATRE, die Davis lange Jahre gezeichnet hat. Nebenbei hat er an seiner ambitionierten Serie THE MARQUIS für Caliber Comics gearbeitet. Dann ergab sich die Chance für Dark Horse eine der B.P.R.D.-Kurzgeschichten zu zeichnen. Das Ergebnis beeindruckte Mignola so sehr, dass er Guy Davis als Zeichner der neuen B.P.R.D.-Serie auswählte, an der er noch immer mit großem Erfolg arbeitet. Obwohl sein Stil mit dem von Mignola wenig gemein hat, passen seine ausdrucksstarken, oft wie Skizzen wirkenden Zeichnungen hervorragend zu den Abenteuern der paranormalen Heldentruppe.
John Arcudi
Der Autor von Comic-Serien wie ROBOCOP, DIE MASKE und Schöpfer von BARB WIRE hält sich gern im Hintergrund und lässt lieber seine Geschichten für sich sprechen und sieht sich mit seinem großen Publikum all die Verfilmungen im Kino an, deren Plots aus seiner Feder stammen. Mit GEN13 und JLA hat er auch in der Cape-Community seine Spuren hinterlassen. Derzeit bereichert er mit seinem Talent in enger Zusammenarbeit mit Mike Mignola das HELLBOY-Universum. Als Nachfolger von Mignola bei B.U.AP. sorgt er dafür, dass in der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen die Auftraglage auch weiterhin so gut bleibt.
Mike Mignola
Der 1962 in den USA geborene Zeichner erlebte seinen internationalen Durchbruch 1988 mit der BATMAN-Geschichte GOTHAM BY GASLIGHT, in der er den Superhelden in einer Art Paralleluniversum auf Jack the Ripper treffen lässt. Mignola gilt spätestens seit diesem Bestseller als Spezialist für atmosphärisch dicht inszenierten, düsteren Comic-Grusel. Mignolas Suche nach einer Figur, die seine Vorliebe für Horror- und Mystery optimal transportiert, mündete 1993 schließlich seiner Kreation HELLBOY. Mit dem Furcht einflößendem Abgesandten der Hölle, der unter Menschen aufwuchs und nun im Dienst einer Organisation zur Bekämpfung paranormaler Phänomene im Einsatz ist, konnte Mignola alle Register seine Könnens ziehen: Hellboy macht ebenso eine gute Figur in kurzen Adaptionen von Legenden, Mythen und Volksmärchen, wie in Horrorepen vom Schlage eines H. P. Lovecraft. Ob Werwölfe, Vampire, Goblins, kosmische Riesenwürmer oder aberwitzige Pulp-Nazis, der um sarkastische Sprüche niemals verlegene Geisterjäger prügelt sie allesamt in die Hölle zurück. Seine Storys um den dämonischen Helden und seine freakigen Mitstreiter bestechen durch wohl kalkulierte Spannung zwischen Humor und Horror, Action und Nervenkitzel, Pathos und Selbstironie. Mignolas einzigartiger, reduzierter Zeichenstil erzeugt eine perfekte Balance zwischen Zeigen, Andeuten und Aussparen. Der Betrachter ist gezwungen, die Freiräume durch die eigene Fantasie zu ergänzen - eine Vorgehensweise, die mehr Grusel generiert als jeder explizite Splatter-Horror. Im Zusammenspiel mit einer düsteren, dem expressionistischen Stummfilm angelehnten Grundatmosphäre wird HELLBOY zu einer unheimlichen Ausnahmeerscheinung unter den modernen Horrorcomics. Mignolas Mystery-Horror-Krimi-Mix schlug ein wie eine Bombe: Die in loser Folge vorgelegten HELLBOY-Comics riefen bei den Lesern und Kritikern Begeisterung hervor und füllen bis heute fünf Sammelbände, die in zahlreichen Übersetzungen vorliegen. Über die Jahre entstanden darüber hinaus eine Reihe von HELLBOY-Romanen, Rollenspiele, Merchandising-Produkte und schließlich ein HELLBOY-Film unter der Regie Guillermo del Torro (PANS LABYRINTH), der 2008 ein Sequel erhält. Mignolas Talente blieben auch Hollywood nicht lange verborgen. Neben seiner Arbeit an Francis Ford Coppolas DRACULA trägt auch die zeichnerische Umsetzung des Disney-Abenteuers »Atlantis« mehr als augenscheinlich Mignolas Handschrift, und er selbst steuerte zu diesem Film ebenso Designs und Storyboards bei, wie für BLADE 2 und die Leinwandfassung seines Helden HELLBOY. Für 2004 hat Mignola allerdings angekündigt, sich nun wieder dem zuzuwenden, was ihm den meisten Spaß bereitet: Seinen Comics.
Ryan Sook
Auf eine Empfehlung von Mike Mignola hin betraute der US-Verlag DC den Zeichner Ryan Sook mit seiner ersten professionellen Comic-Arbeit (CHALLANGERS OF THE UNKNOWN). Seitdem hat er eine Vielzahl amerikanischer Mainstream-Serien in Szene gesetzt: ARKHAM ASYLUM, HAWKMAN, SPECTRE, SUPERMAN: MAN OF TOMORROW, BUFFY oder SPIDER-MAN: UNLIMITED. Sook zeichnete nach Layouts von Mignola die Titelstory des ersten "B.U.A.P."-Bandes HOHLE ERDE.

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