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Hellboy-MegaBand Cvr web
Erscheinungsdatum:
 23.06.2011
Hellboy-Universum
 
Geschichten aus dem Hellboy-Universum
von Fabio Moon, Gabriel Bá, Jason Shawn Alexander, Joshua Dysart, Mike Mignola
A5, 
Hardcover, 
vierfarbig, 
608 Seiten, 
Preis: 50 €
ISBN
 978-3-941248-00-7
2011 - 10 Jahre Cross Cult!

Zum 10jährigen Jubiläum von Cross Cult im Sommer 2011 spendiert das süddeutsche Comic-Label den deutschen Mignola-Fans und HELLBOY-Jüngern einen extradicken Sonderband mit vier Mini-Serien aus dem illustren, weit verzweigten und mittlerweile ganze Jahrzehnte überlappenden HELLBOY-Universum. Knapp 600 Seiten Lesefutter mit bislang auf Deutsch nie erschienenem Material, das das Hellboy-Universum im Wandel des 20. Jahrhunderts zeigt:

1937:
In "Lobster Johnson: Der Eiserne Prometheus" erzählen Mike Mignola und Zeichner Jason Armstrong von einem der verbissensten Einsätze des aus HELLBOY und B.U.A.P. bekannten Pulp-Superhelden Lobster Johnson. 1937, kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs: Der versuchte Diebstahl eines experimentellen Kampfanzugs führt die "Schere der Gerechtigkeit" auf die Spuren einer Organisation von Nazi-Spionen und einem geheimnisvollen und mächtigen Kultführer namens "Memnan Saa". "Der Eiserne Prometheus" ist nicht nur die erste eigene Mini-Serie des beliebten, wortkargen Vigilanten, sondern auch eine Art Prolog zu der BUAP-Trilogie "Verbrannte Erde", in der Lobsters Erscheinung die BUAP-Agenten auf die Spur des selbst ernannten Weltenretters Memnan Saa führt.

"Lobster Johnson: Der Eiserne Prometheus"
von Mike Mignola und Jason Armstrong
144 Seiten

1946:
Knapp 10 Jahre und unzählige Millionen Tote später ist der Vernichtungskrieg der Nazis vorbei. In den Trümmern Deutschlands formt sich bereits der nächste globale Konflikt, der Kalte Krieg. Mittendrin der Hellboy-Ziehvater und Experte für Okkultismus Trevor Bruttenholm. Im besetzten Berlin suchen er und sein Assistent im Auftrag der US-Regierung zusammen mit einer bunt zusammengewürfelten Army-Truppe nach Überresten von übernatürlichen Nazi-Experimenten. Aber auch die Sowjetunion hat eine Okkultismus-Beauftragte entsandt, um nach Hitlers dämonischen Vermächtnissen zu suchen. Als Bruttenholm über ein ehemaliges Weltvernichtsprojekt mit dem Namen "Vampir-Sturm" stolpert, entbrennt ein Wettrennen zwischen ihm und seiner sowjetischen Kollegin ... "B.U.A.P: 1946" von Mignola, Joshua Dysart und Paul Azaceta zeigt uns zum ersten Mal mehr von Prof. "Broom" Bruttenholm, dem Gründer und langjährigen Leiter der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen.

"B.U.A.P.: 1946"
von Mike Mignola, Joshua Dysart und Paul Azaceta
144 Seiten

1947:
Wieder zurück in den USA ist Prof. Bruttenholm mit dem Aufbau der B.U.A.P. und der Erziehung seines kleinen Satansbratens Hellboy beschäftigt. Eine Serie grausamer Morde an ehemaligen Nazigrößen und Wehrmachtskriegsgefangenen alarmiert den Okkultismusforscher. Ein Trupp Ex-G.I.s, an denen der Krieg nicht spurlos vorübergezogen ist, soll im Auftrag der B.U.A.P. in Frankreich dem Drahtzieher der blutigen Anschläge aufspüren. Eine Spur führt sie zu einem verfallenen Anwesen, um das sich Legenden über Vampire, Hexen-Sabbathe und Blutopfer ranken. Die Autoren Mike Mignola und Joshua Dysart haben für die zweite Reise in die Vergangenheit der übernatürlichsten Behörde der Welt, "B.U.A.P.: 1947", zwei Ausnahmetalente als Zeichner verpflichtet: die Zwillingsbrüder Fabio Moon und Gabriel Bá. Letzterer dürfte den Cross-Cult-Lesern bereits aus Gerard Ways "The Umbrella Academy" bekannt sein.

"B.U.A.P.: 1947"
von Mike Mignola, Joshua Dysart, Gabriel Bá und Fabio Moon
144 Seiten

1981:
Ende des 19. Jahrhunderts hat der paranormale Ermittler Edward Grey vor der Küste von San Sebastian einen mächtigen Magier besiegt und ihn und seine Besatzung auf dem Grund des Ozeans begraben. Knapp hundert Jahre später wird der Fischmensch Abe Sapien, neuester Zugang bei der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen und späterer Hellboy-Partner, auf seine erste Mission geschickt: Er soll die Überreste des Magiers aus dem versunkenen Wrack bergen. Aber Abe ist noch ein Anfänger in dem Spiel und begeht einen tödlichen Fehler ... "Abe Sapien: Ertrinken" ist ein packendes Horror-Mär, mit einem Protagonisten, der im wahrsten Sinne des Wortes feucht hinter den Ohren ist und eine der schlimmsten Lektionen seines Lebens lernen muss ...

"Abe Sapien: Ertrinken"
von Mike Mignola und Jason Shawn Alexander
144 Seiten
Fabio Moon
Die brasilianischen Zwillingsbrüder Fabio Moon und Gabriel Bá sind beide seit einigen Jahren als Comic-Zeichner und -Autoren mit eigenen Geschichten und Auftragsarbeiten für Dark Horse, Image, Marvel u.a. tätig. Oftmals arbeiten sie zusammen und wechseln mit ihren verschiedenen Stilen Tonalität und Atmosphäre ihrer Arbeiten ab. Ihre Graphic Novel "De:Tales" über den Alltag in Brasilien wurde 2007 für den Eisner nominiert, ihre Vertigo-Serie "Daytripper" wurde von Lesern und Kritikern gleichermaßen gefeiert. Von Fabio Moon liegt bei Cross Cult die Mini-Serie "BUAP: 1947" von Mike Mignola und Joshua Dysart vor, bei der Fabio Moon und Gabriel Bá sich auch die grafische Umsetzung teilten.
Gabriel Bá
Der brasilianische Comic-Zeichner Gabriel Bá und sein Zwillingsbruder Fabio Moon sind seit frühester Kindheit als Zeichnerduo aktiv und haben schon an etlichen Projekten zusammengearbeitet. Nach ihrem Abschluss an der Kunsthochschule haben sie zusammen das Fanzine "10 Pãezinhos" herausgegeben und später für den US-amerikanischen Verlag AIT den Comic "Smoke and Guns" kreiert, ein Bandenkrieg-Epos im Zigaretten-Verkäuferinnen-Milieu. 2006 veröffentlichten sie bei Dark Horse die autobiografisch angehauchte Graphic Novel "De:Tales: Stories of Urban Brasil", die von Booklist als eine der zehn wichtigsten Comicpublikationen des Jahres ausgezeichnet wurde. "De:Tales" wurde ebenfalls für den EISNER Award als "Bester Comic 2006" nominiert. Unter zahlreichen anderen Projekten hat Gabriel Bá als Zeichner für "Casanova" mit Autor Matt Fraction und die Miniserie "The Umbrella Academy" gearbeitet, für die er zusammen mit dem Autor und Sänger der US-Band MY CHEMICAL ROMANCE Gerard Way mit dem EISNER Award ausgezeichnet wurde. "Comics sind wie Poesie", ist sein Leitspruch. Denn: "In einem Gedicht ist ein Wort stets mehr als ein Wort, und in einem Comic kann ein Bild mehr als Bild sein." Gabriel Bá zeichnet derzeit an der zweiten Staffel von "The Umbrella Academy", und wird zusammen mit seinem Bruder in die frühen Tage des HELLBOY-Universums abtauchen und sich für die grafische Umsetzung von B.U.A.P. 1947 aus der Feder Mike Mignola und Josh Dysart verantwortlich zeichnen.
Jason Shawn Alexander
Der 1975 geborene Maler, Illustrator und Comic-Zeicher Jason Shawn Alexander ist einer der wenigen amerikanischen Zeichner, die sowohl in der Comic-Industrie als auch in der bildenden Kunst erfolgreich und anerkannt sind. Seine ausdrucksstarken und Tusche dominierten Arbeiten hängen in zahlreichen amerikanischen Galerien und zieren Comics für die Verlage Dark Horse, DC, Warner Comics, etc., darunter die "Batman"-Reihe "Gotham Central", den Spionage-Thriller "Queen and Country" und die Dark-Horse-Reihe "Escapist". Bei Cross Cult liegen von Alexander die Kurzgeschichte "Die in Schiffen übers Meer fahren" in dem "Hellboy"-Band "#11: Der Krumme" und die fünfteilige Mini-Serie "Abe Sapien: Ertrinken" in dem Sammelband "Geschichten aus dem Hellboy-Universum", beide von Mike Mignola geschrieben.
Joshua Dysart
Joshua Dysart ist ein amerikanischer Comic-Autor, der bereits bei zahlreichen Comic-Verlagen und Imprints publiziert hat, darunter DC, Dark Horse, Vertigo, Image, IDW und Random House. Als roter Faden durchzieht sein Oeuvre die Auseinandersetzung mit dem Wesen der Gewalt und ein Faible für schaurig poetischen Horror. Dysart war fester Autor der legendären Serie SWAMP THING, hat für Dark Horse an der Rabauken-Fantasy CONAN geschrieben und zusammen mit Mike Mignola das B.U.A.P.-Abenteuer „1946“ geschaffen. Eines seiner nächsten Projekte ist die Fortsetzung der Vertigo-Reihe THE UNKNOWN SOLDIER, für die er in Uganda recherchiert hat. Seine wohl erfolgreichste Arbeit dürfte die Serie MAKE 5 WISHES sein, eine im japanischen Manga-Stil gezeichnete Comic-Serie für Mädchen, in der der Teenie-Star Avril Lavigne die Hauptrolle spielt.
Mike Mignola
Der 1962 in den USA geborene Zeichner erlebte seinen internationalen Durchbruch 1988 mit der BATMAN-Geschichte GOTHAM BY GASLIGHT, in der er den Superhelden in einer Art Paralleluniversum auf Jack the Ripper treffen lässt. Mignola gilt spätestens seit diesem Bestseller als Spezialist für atmosphärisch dicht inszenierten, düsteren Comic-Grusel. Mignolas Suche nach einer Figur, die seine Vorliebe für Horror- und Mystery optimal transportiert, mündete 1993 schließlich seiner Kreation HELLBOY. Mit dem Furcht einflößendem Abgesandten der Hölle, der unter Menschen aufwuchs und nun im Dienst einer Organisation zur Bekämpfung paranormaler Phänomene im Einsatz ist, konnte Mignola alle Register seine Könnens ziehen: Hellboy macht ebenso eine gute Figur in kurzen Adaptionen von Legenden, Mythen und Volksmärchen, wie in Horrorepen vom Schlage eines H. P. Lovecraft. Ob Werwölfe, Vampire, Goblins, kosmische Riesenwürmer oder aberwitzige Pulp-Nazis, der um sarkastische Sprüche niemals verlegene Geisterjäger prügelt sie allesamt in die Hölle zurück. Seine Storys um den dämonischen Helden und seine freakigen Mitstreiter bestechen durch wohl kalkulierte Spannung zwischen Humor und Horror, Action und Nervenkitzel, Pathos und Selbstironie. Mignolas einzigartiger, reduzierter Zeichenstil erzeugt eine perfekte Balance zwischen Zeigen, Andeuten und Aussparen. Der Betrachter ist gezwungen, die Freiräume durch die eigene Fantasie zu ergänzen - eine Vorgehensweise, die mehr Grusel generiert als jeder explizite Splatter-Horror. Im Zusammenspiel mit einer düsteren, dem expressionistischen Stummfilm angelehnten Grundatmosphäre wird HELLBOY zu einer unheimlichen Ausnahmeerscheinung unter den modernen Horrorcomics. Mignolas Mystery-Horror-Krimi-Mix schlug ein wie eine Bombe: Die in loser Folge vorgelegten HELLBOY-Comics riefen bei den Lesern und Kritikern Begeisterung hervor und füllen bis heute fünf Sammelbände, die in zahlreichen Übersetzungen vorliegen. Über die Jahre entstanden darüber hinaus eine Reihe von HELLBOY-Romanen, Rollenspiele, Merchandising-Produkte und schließlich ein HELLBOY-Film unter der Regie Guillermo del Torro (PANS LABYRINTH), der 2008 ein Sequel erhält. Mignolas Talente blieben auch Hollywood nicht lange verborgen. Neben seiner Arbeit an Francis Ford Coppolas DRACULA trägt auch die zeichnerische Umsetzung des Disney-Abenteuers »Atlantis« mehr als augenscheinlich Mignolas Handschrift, und er selbst steuerte zu diesem Film ebenso Designs und Storyboards bei, wie für BLADE 2 und die Leinwandfassung seines Helden HELLBOY. Für 2004 hat Mignola allerdings angekündigt, sich nun wieder dem zuzuwenden, was ihm den meisten Spaß bereitet: Seinen Comics.

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