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Gregory 1

Ich Gregory

von Marc Hempel

Verlagsvergriffen! (evtl. noch im Handel & Antiquariat erhältlich)

Erscheinungsdatum: 01.03.2007
14x21, HC, sw, 192 Seiten, Preis: 18,00
ISBN 978-3-936480-18-4

Inhalt

Gregory ist den ganzen Tag in eine Zelle eingesperrt, die Arme in einer Zwangsjacke. Seine besten Freunde sind Herman, eine überhebliche Kanalratte, die gelegentlich stirbt, um kurz darauf wiederaufzuerstehen und Wendell, eine extrem käsesüchtige Maus. Gregory betrachtet die Welt um sich herum mit der unschuldigen Naivität eines Kleinkindes. Wie es wohl ist, so zu leben? Lustiger, als man es sich vorstellen kann – besonders wenn man einer von „Draußen“ ist, der sich Tag aus Tag ein mit dem Streß und der Hektik der Tretmühle namens Leben herumschlagen muss.

Gregory von Marc Hempel (u.a. Zeichner von Sandman: DIE GÜTIGEN) ist einer der wenigen Comics, in denen die Methode Wahnsinn hat. Wie viele Geschichten kann man über einen Jungen in einer Irrenhauszelle erzählen, der nicht mal richtig reden kann? Hempel liefert unzählige Variationen des glückvollen Irrsinns, in dem Ratten und Kakerlaken gern gesehene Gäste sind, Pfleger und Therapeuten aber nur stören. Schwarzer Humor mit tiefschwarzem Herz.

Die deutsche Ausgabe enthält ein exklusives Interview mit Marc Hempel, der selbst sagt, dass Gregory durchaus autobiographische Züge aufweist.

Rezensionen

»Gregory ist das ideale Geschenk, außer für Leute, die keinen Sinn für Humor haben, oder für Leute, die sich an Ratten oder Schaben oder niedlichen Jungs in Zwangsjacken stören. Und solche Leute kenne ich nicht.«
Neil Gaiman

"Nervt Sie das, immer dick eingepackt, drinnen, gefangen? Lernen Sie von Gregory! Der sitzt in seiner Zwangsjacke im Sanatorium und hat 'ne richtig gute Zeit. Nicht nur im Wortsinn: Ein Wahnsinns-Comic."
Men's Health

"Der kleine Gregory ist ein hochkarätiger Sympathieträger, seine skurrile Umgebung und sein nicht weniger skurriles Leben in der kargen Sanatoriums-Zelle eine Fundgrube komischer, anrührender oder einfach nur abgedrehter Begebenheiten. So zeigt Marc Hempel zu Beginn des Bandes zunächst Gregorys verrückten Anstaltsalltag, seine »Fenster-Konfrontationen« mit der »normalen« Außenwelt oder sein mehr oder weniger wohlwollendes Pflegepersonal und dessen Versuche, Gregory auf den Pfad der Normalität zu leiten. Spätestens aber, wenn Herman Vermin, eine egozentrische Ratte mit Hang zu einem raschen Tod und einer ebenso raschen Wiedergeburt, und Wendell, eine kleine, käsesüchtige Maus, die Gummizelle rocken, ist das schräge Bild dieser Comic-Serie komplett. Und wenn der kultige Herman schließlich seinen ureigenen Ängsten und gar unser aller Schöpfer gegenüber treten muss, wird es stellenweise arg makaber und köstlich schwarzhumorig, was uns Hempel in seinen eigenwilligen Episoden um das schräge Dreigespann seiner Gregory-Comics präsentiert ..." [...] "Fazit: Wie der erste Eindruck doch täuschen kann. Hempels kleiner Anstaltsbewohner und seine rattenscharfen Freunde Herman und Wendell machen auf den ersten Blick nicht allzu viel her und geben im Grunde keinen sonderlich großen Anreiz, sich weiter mit dem Band zu beschäftigen. Doch spätestens der zweite Blick und die ersten Episoden überzeugen einen schnell vom Gegenteil und beweisen, dass sich auch hinter einem seltsam anmutenden und optisch sehr experimentierfreudigen und ungewöhnlichen Werk wie »Ich, Gregory!« ein kleines Comic-Meisterwerk verbergen kann.
»Ich, Gregory!« – ein einzigartiger, mutiger Comic, der aufgrund seiner Andersartigkeit und Abgedrehtheit ein großartiges Plädoyer für die herrlich hinreißende Verrücktheit des Lebens ist."
Christian Endres - Fantasyguide.de

"Gregory schwimmt absolut gegen den Strom und nimmt sich jede Freiheit, die sich ein Comic nehmen kann. Autor Marc Hempel lässt seinen Gregory, einen kleinen Jungen, der eine Zelle in einer Nervenheilanstalt bewohnt, Abenteuer erleben, das Leben erleben, wie der Leser es aus dieser Sicht kaum kennen kann. – Verrückt? Das sind die anderen!
Gregory ist keine Figur, mit der man Mitleid haben muss, weil sie so traurig und verloren ist, weil sie möglicherweise so krank ist.
Ich musste herzhaft mit Gregory lachen, nicht über ihn. Gregory nimmt das Leben selber von der lustigen Seite. Warum nicht einmal lachen, einfach darüber, dass man da sein darf – wo auch immer. Gregory hat diese Fähigkeit. Aber er lebt auch in dieser kleinen Welt, die überschaubar ist.
Da ist die Zwangsjacke, der Abfluss, das Zellengitter und die Tür und noch ein paar Kleinigkeiten, die sich bequem alle aufzählen lassen.
Seine Arme kann er nicht benutzen, aber es besteht auch keine Veranlassung dazu, da es nichts gibt, was sich mit den Händen bewegen lässt. Viel lieber schreit Gregory seine Begeisterung heraus. – Denn wie es sich auch zeigt, machen Hände und Freiheit so viel Spaß auch nicht. Zuerst ist es ganz schön, aber dann? Irgendwann ist alles ausprobiert. Was dann noch bleibt, ist die Angst vor der eigenen Courage. Wieviel bequemer ist doch da eine Zwangsjacke, die einem alle Entscheidungen abnimmt?
Nein, Gregory ist nicht so anders wie wir. [...] "Gregory: Das bedeutet Spaß von Anfang bis Ende, ein intelligenter Humor, der einen hinterrücks trifft, der einen grinsen lässt, schmunzeln und lauthals lachen. Gregory ist eine Überraschung und zeigt, wie Comics auch funktionieren können!"
Michael Nolden auf Comicblog.de

"Obwohl Hempel für “Gregory“ einen locker-reduzierten Zeichenstil wählte, der an Zeitungsstrips erinnert, sind die meist recht kurzen Stories eher strange als funny und eher experimentell als storyorientiert. Doch wer sich auf die Serie einlässt wird durch zahlreiche abgefahrene Ideen belohnt, z. B. gibt es in einer Geschichte als zweite Handlungsebene eine Art “Audiokommentar“ von zwei Lesern und auch die immer mehr wie ein Wasserhahn aussehende Ratte Herman ist nicht ohne."
Highlightzone.de

Freunde des tiefschwarzen Humors aufgepasst, denn hier kommt Gregory, der den ganzen Tag in eine Zelle eingesperrt ist. Seine besten Freunde sind Herman, eine überhebliche Kanalratte, die gelegentlich stirbt, um kurz darauf wiederaufzuerstehen und Wendell, eine extrem käsesüchtige Maus. Wer glaubt, das man hierraus keine urkomischen Momente zaubern kann, der wird sich noch umgucken, denn Gregory, Wendell und Herman erleben Tag für Tag die witzigsten Momente und machen das Beste aus ihrem Schicksal. Einfach Grandios und jedem humorvollen Menschen nur zu empfehlen.
Synthetics

"Marc Hempels Kreation Gregory ist ein geistig behinderter Junge in Zwangsjacke, Insasse einer Irrenanstalt. Der Bube ist von seiner Umwelt abgeschnitten, der einzige Freund, mit dem er sich praktisch wortlos unterhalten kann, ist eine schwarze Ratte, die am Ende jeder Episode, in der sie vorkommt, von einem Besen oder ähnlich dahingerafft wird. Gregory fristet also ein erbärmliches Dasein in der Zelle, was Autor Marc Hempel keineswegs daran hindert, sich in jeder erdenklichen Form über den Jungen lustig zu machen… «Gregory» ist ein Comic fernab von political Correctness und gutem Geschmack, ein Comic, der aber genau die künstlerischen Freiheiten seines Genres nutzt. Würde ein Buch oder ein Film diese Art von Humor wählen, ginge ein Aufschrei durchs Volk. «Greogry» derweilen erarbeitet sich Kultstatus in seiner Szene, indem er dem Leser seine humoresken Abgründe offen legt, während sich das öffentliche mediale Auge in keinster Weise darum kümmert. Soll man das werten? Eigentlich schon, denn das Material stammt aus der untersten moralischen Schublade. Aber zu seiner Schande muss der hiesige Schreiberling gestehen, dass er sich darüber halb kaputt gelacht hat."
David Kilchör - Zürcher Oberländer 0307

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