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Moebius-Collection

Zwischenlandung auf Pharagonescia

von Moebius

Verlagsvergriffen! (evtl. noch im Handel & Antiquariat erhältlich)

Erscheinungsdatum: 01.12.2012
21x28, HC, vierfarbig, 56 Seiten, Preis: 16,00
ISBN 978-3-86425-126-9

Inhalt

Was ein kleiner Ausflug in die Stadt werden sollte, um die lokalen Vergnügungstempel  und Entspannungsoasen kennenzulernen, endet für das Besatzungsmitglied J. D. Foster von der P II in einer Katastrophe: Er ist vollkommen außer Form - ganz wortwörtlich! Dabei wurde er von den Einheimischen mehrfach gewarnt: Man befinde sich auf dem Planeten gerade in Phase IV, mitten in der Mutationsfeier. Doch was tun, wenn keine Medizin mehr hilft? Da muss Zauberei her: Und so machen sich der Betreiber des Etablissements Bartiniflor und sein Freund Meister Coom auf eine strapaziöse Reise, in der Hoffnung, dem Erdling sein ursprüngliches Erscheinungsbild wiedergeben zu können …

Wer sich zum Ziel gemacht hat, die Welt von Moebius einmal zu umkreisen, sollte stets mehrere Zwischenlandungen einplanen. Auch sollte er folgende Talente mitbringen: Er sollte im Kreis von Eck zu Eck springen können, stets bereit sein, Kind und Kegel über Bord zu werfen, und auch mal fünf gerade sein lassen, wenn die Person gegenüber Kanten zeigt. Diese präzisen Geschichten über die Geometrie von Urlaubern auf Exkursion, Bruchlandungen und sonstiger Reiseakrobatik sind nichts für Quadratschädel!

Der Band enthält folgende Geschichten:

ZWISCHENLANDUNG AUF PHARAGONESCIA

DER MÄRCHENPRINZ VON PHENIXON

DOPPELFLUCHT

IST DER MENSCH GUT?

MAJOR GRUBERT

LA FIORE DE PARADIS 9

PARADISE NINE'S STRANGE FLOWERS

EINE SEITE

Rezensionen

»Ein weiterer gelungener Band mit zwei wichtigen Szenarien des großen französischen Meisters und einigen zum Teil auch experimentellen Geschichten, die zum Nachdenken, aber auch zum Träumen einladen.«
(dnd-gate.de)

»In all seinen Phasen ein visionäres Genie!«
(OX Magazin #107)

»Sicherlich eine der besten Sammlungen, die ein Comic-Fan sich momentan zulegen kann, um einen echten Klassiker sein Eigen nennen zu können.«
(AGM Magazin #11)

»In Sachen grafischer Erzählkunst ist Jean Gireaud ein Schwergewicht. Die gesammelten Werke sind jetzt vom Cross Cult Verlag in Form von sieben edlen Hardcover-Bänden neu beziehungsweise wiederveröffentlicht worden und laden dazu ein, in faszinierende Sphären der Neunten Kunst vorzustoßen.«
(Slam #65)

»Man muss dazu bereit sein sich in fremde Welten zu denken, in denen andere Regeln gelten und deren Erzählform nicht deren gängiger Comics entspricht. Wer die nötige Zeit und Geduld dafür aufbringt, wird mit diesen Comics unheimlich gut und nachhaltig unterhalten, man muss es nur zu schätzen wissen.«
(tofunerdpunk.blogspot.de)

»In gleich vier Bänden sind nun zahlreiche der Arbeiten aus dieser Zeit wieder auf Deutsch greifbar - und man kann beim Wiederlesen verzaubert feststellen, dass sie so herrlich sind wie am ersten Tag. Durchweg handelt es sich um kurze oder sehr kurze Geschichten, die überwiegend der Science Fiction und Fantasy zuzuordnen sind. Dies gilt allerdings nur vordergründig, nur was bestimmte Figuren, Requisiten und Motive angeht. Ja, hier gibt es Astronauten, Ritter und Laserpistolen, es gibt Raumschiffe, Landungen auf fernen Planeten und schreckliche Ungeheuer - und dennoch ist alles anders als gewohnt, weil Moebius die Genreregeln völlig gleichgültig sind. Nonchalant und souverän nimmt er sich alle denkbaren Freiheiten. [...] In zeichnerischer Hinsicht übertraf Moebius sich in dieser Phase selbst. Durch die teils leuchtende, teils gedeckte Direktkolorierung strahlen seine Bilder eine singuläre Intensität aus. In der von Rimbaud inspirierten BALLADE etwa - in DIE BLINDE ZITADELLE - oder in der Titelgeschichte von ZWISCHENLANDUNG AUF PHARAGONESCIA ist die Farbe mehr als ein schlichter Buntmacher. Sie öffnet das Erzählte ins Traumhaft-Surreale und verleiht ihm eine spirituelle Dimension, die sich der Beschreibung entzieht, aber unmittelbar erfahrbar ist, wie eine sanfte, nachdrückliche Berührung.«
(sueddeutsche.de)

»Der Verlag Cross Cult hat dem Comic-Meister mit seiner Moebius-Collection ein Denkmal gesetzt: Nach den Klassikern ARZACH und DIE HERMETISCHE GARAGE sind kürzlich fünf weitere Bände erschienen, darunter THE LONG TOMORROW, die Geschichte, die als Vorlage für BLADE RUNNER diente. Die Bände, allesamt in einer edlen Ausstattung, bilden das Universum des Moebius in all seinen Facetten ab. Sie versammeln Werke, die von Arthur Rimbaud oder H.P. Lovecraft inspiriert wurden, spiegeln Moebius' Hang zu Spiritualität und Esoterik, seine Suche nach einer Welt hinter der Oberfläche, seine Experimentierfreude, aber auch seinen Humor und seine gesellschaftskritischen Ansätze und zeigen einen Zeichner, der sich auf der Suche nach größtmöglicher Gestaltungsfreiheit nicht um Genrekonventionen scherte. Die ausführlichen und oft erhellenden Vorworte des Zeichners, die einigen der Bände vorangestellt sind, vertiefen dieses Bild.«
(spiegel.de)

»Das Schöne ist: Moebius´ Geschichten funktionieren meistens auf verschiedenen Ebenen und lassen sich trotz ihrer surrealen Note immer auf unser echtes Leben übertragen. Es lohnt sich also mal reinzuschauen in diesen bunten Strauß an Ideen, der im Rahmen der drei Bände auf einen herab regnet. Man möchte einfach nur versinken in Moebius´ Welt. Also nehmt euch die Zeit und lasst euch verzaubern.«
(zuckerkick.com)

»[...] bei Moebius darf man zumindest von traumhaften – und nach eigener Aussage oft aus Träumen übernommenen! – Welten sprechen. Vielleicht sind es nicht die besseren als die real existierenden, die schöneren sind es allemal.
Durch diese Welten kann man sich als Leser unendlich treiben lassen, vielleicht auch sich ins Unendliche treiben lassen. Noch besser: Man kann durch diese Welten fliegen! Moebius nimmt nämlich immer wieder die Perspektive des Schwebenden ein, manchmal ordnet er sie nostalgischen Luftgefährten zu, manchmal aber fliegen seine Helden ganz ohne technische Hilfe herum. Das sind dann Bilder, die Erinnerungen an die Kindheit in sich bergen. An jene Zeit, als wir heimlich mit den Armen geschlagen haben, so als wären diese Flügel, an jene Zeit also, als wir noch hofften, wir könnten wirklich mal abheben ins große Abenteuer.«
(stuttgarter-zeitung.de)

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