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StuckRubberBaby CvrNeu rgb
Erscheinungsdatum:
 05.10.2011
Stuck Rubber Baby
 
von Howard Cruse
Album, 
Hardcover, 
sw, 
240 Seiten, 
Preis: 26 €
ISBN
 978-3-942649-28-5
"I have a Dream ..."

1963, im Jahr des berühmten Marsches auf Washington von Martin Luther King und der Ermordung von John F. Kennedy, lernt der junge Südstaatler Toland Polk eine Gruppe von Künstlern und progressiven Denkern kennen, die gegen Hass und Rassentrennung im Amerika der 60er Jahre kämpfen, und wird teil der vehement angefeindeten Bürgerrechtsbewegung. Neben dem großen gesellschatlichen Kampf fechtet Toland auch einen Konflikt mit sich selbst und seiner sexuellen Identität aus. Im Jahre 1963 im reaktionären Süden Amerikas fällt es einem jungen Mann schwer, sich einzugestehen, dass er schwul ist ...

"Stuck Rubber Baby" ist das Lebenswerk des US-amerikanischen Comic-Künstlers Howard Cruse und machte den Comic-Erzähler Anfang der 1990er Jahre weltberühmt. U.a. wurde die ambitionierte und gefierte Erzählung für den American Library Association's Lesbian and Gay Book Award und den Lambda Literary Award nominiert sowie als "Best Graphic Novel" mit dem United Kingdom Comic Art Award und 2002 mit dem French Prix de la critique ausgezeichnet. Der Comicroman kann zurecht zu einem Klassiker nicht nur der Comicliteratur, sondern auch zu einem Meilenstein im afroamerikanischen, studentischen und besonders homosexuellen Literaturdiskurs der USA gezählt werden.

"Stuck Rubber Baby" erscheint nun 15 Jahre nach Erstveröffentlichung in Deutschland in neuem Format und in einer überarbeiteten Übersetzung bei Cross Cult passend zum zehnjährigen Verlagsjubiläum. Für die Neuausgabe schrieb Alison Bechdel, mit ihrem Titel Fun Home die Comic-Sensation des Jahres 2006 war, eigens ein Vorwort.

Eine der bewegendsten und besten Graphic Novels aller Zeiten.
"Völlig versunken in dieser packenden, bewegenden und nachdenklich stimmenden Erzählung, schaffen es die naturalistischen Zeichnungen, den Leser komplett in die erzählte Welt zu ziehen. [...] Einzelschicksale werden in die gesellschaftliche Entwicklung so mitreißend verwoben, dass der Leser sich in einen wahren Leserausch versetzt sieht und sich gerne bewegen und aufwühlen lässt. Eine ganz große Graphic Novel."
Jons Marek Schiemann, splashcomics.de


"Als künstlerischer Erfolg und gleichzeitig historische Aufarbeitung ist "Stuck Rubber Baby" epochal. Howard Cruse schildert den Weg zur persönlichen Identität als Läuterung einer ganzen Gesellschaft.
"
Waldemar Kesler, taz


"'Stuck Rubber Baby' gehört zu den besten und bewegendsten amerikanischen Comics, die in den letzten zwanzig Jahren erschienen sind. [...] Die Originalausgabe stammt aus dem Jahr 1995. Seitdem sind die Ansprüche, die man an Graphic Novels stellt, um einiges gestiegen - die deutsche Wiederveröffentlichung von "Stuck Rubber Baby" zeigt, dass dieses Werk den test of time glänzend bestanden hat."
Christoph Haas, Süddeutsche Zeitung


"Cruse verarbeitet in “Stuck Rubber Baby“ eigene und fremde Erlebnisse. Ihm gelingt es ein großes Ensemble von unterschiedlichen sehr lebendigen Charakteren zu schaffen, deren Schicksale den Leser berühren. Dabei ist er nicht nur an dem Coming Out seiner Hauptfigur interessiert, sondern auch an der Bürgerrechtsbewegung und vermittelt sehr lebendig ein wichtiges Stück Zeitgeschichte."
Heiner Lünstedt, highlightzone.de


"Und so verbringt Toland Polk in diesem Buch ein unglückliches, nachdenkliches Leben zwischen Selbstverleumdung, Angst und Zweifeln. [...] Er ist nicht das heldenhafte Individuum, das sich gegen ein ungerechtes System wehrt. Er ist das ängstliche Individuum, das versucht, sich mit einem ungerechten Sysem zu arrangieren. Und trotzdem auf die große Veränderung hofft. In der Darstellung dieses Zwiespalts ist »Stuck Rubber Baby« zeitlos und universell. Ein subtiler und kraftvoller Apell, nicht einzutrocknen, sondern nach Liebe und Gerechtigkeit zu streben."
Christopher Bünte, Hamburger Feuilleton


"Ein lesens- und betrachtenswertes Buch, für das man sich Zeit nehmen kann und sollte."
Matthias Pritzlaff, blu


"Mit größter Akribie verleiht Cruse durch die gepunkteten Flächen jedem seiner Charaktere eine eigene Hautfarbe: vom weißem Weiß bis hin zu den verschiedensten Braun- und Schwarztönen. So entstehen in einem Comic, der sich mit dem Mut zum Anderssein befasst, eine Vielzahl von Abstufungen, die eine simple Unterteilung in Schwarz und Weiß, in Gut und Böse, nicht mehr ermöglicht."
Daniel Wüllner, Der Tagesspiegel Online


"Die hohe Qualität von Stuck Rubber Baby liegt gerade in der nahtlosen Verknüpfung von politischem und gesellschaftlichem Zeitportrait und einer hochemotionalen Biographie über tragische Freundschaften, unglückliche Liebesgeschichten, darüber, was es für das ganz persönliche Glück oder Unglück eines einzelnen bedeuten kann, in einer so bewegenden Zeit aufzuwachsen. Dieser persönliche Blickwinkel ist so facettenreich erzählt und so konsequent durchgehalten, dass niemals der Eindruck entsteht, Toland Polk und die anderen Figuren der Erzählung wären exemplarische Gestalten, anhand derer eigentlich „nur“ ein Zeitportrait erstellt werden soll. Cruse gelingt es, beiden Anforderungen gerecht zu werden."
Boris Kunz, Titel-Magazin


"Der Verdienst von Howard Cruse ist es, mit großer Genauigkeit aufzuzeigen, welche gesellschaftlichen Hindernisse ein junger weißer Schwuler in den rassistischen, homophoben und gewaltbereiten Südstaaten überwinden musste, wenn er sich für die Gleichberechtigung der Schwarzen engagieren und - was gesellschaftlich noch viel schlimmer war - seine Homosexualität akzeptieren wollte."
Christian Gasser, Kultur-Magazin Luzern


"Stuck Rubber Baby beweist, wie kunstvoll ein schwarz-weißer Zeichenstil wirken kann."
stuz.de


"Die zwischenmenschlichen Annährungen im kleinen, häuslichen Rahmen ohne politisches Pathos sind der Kern dieses Werkes. So ist diese fest an Ort und Epoche gebundene Geschichte doch zeitlos geworden: ein großer gesellschaftlicher Konflikt, der ein Leben geprägt hat. Ein Aufruf für den Einzelnen, gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit jeglicher Art zu kämpfen. Es ist kein Zufall, dass diese Graphic Novel zu den ganz großen zählt."
bszonline.de
Howard Cruse

Howard Cruse, Sohn eines Predigers, wurde im Mai 1944 in Springville (Alabama) geboren und lebt heute mit dem Polit-Aktivisten und Schriftsteller Ed Sedarbaum, den er 2004 ehelichte, im Nordwesten von Massachussets. Schon früh wurde sein Interesse für das Medium „Comic“ geweckt, und noch während seiner Highschool-Zeit begann er für lokale Zeitschriften kleine Cartoons zu zeichnen. Bald wurde man auf sein erzählerisches und zeichnerisches Talent aufmerksam und von da an erschienen seine Arbeiten in immer mehr überregionalen Zeitschriften, die von Hochglanzmagazinen bis zu Underground-Publikationen reichten. Bei seinem Schaffen als Auftragskünstler blieb Cruse aber nicht stehen und machte seine offen gelebte Homosexualität mit der Zeit auch durch seine Kunst öffentlich sowie zu einer zivilgesellschaftlichen Frage. Darüber hinaus versuchte er sich ab den 1980er Jahren auch erfolgreich und mit nachhaltig inspirierender Wirkung auf jüngere Comickünstler als Gründer und Herausgeber alternativer Comicperiodika, wovon Gay Comics die prominenteste Reihe ist. Bisher wurden zahlreiche Sammelbände seiner Comicarbeiten veröffentlicht, in denen unter anderem seine humoristischen Schöpfungen Barefootz (veröffentlicht ab Mitte der 1970er Jahre) oder Wendel (ab 1983 regelmäßig im Schwulenmagazin The Advocate und erst Anfang 2011 in einer Gesamtausgabe mit dem Titel The Complete Wendel und einem Vorwort von Alison Bechdel erschienen) nachzulesen sind. 

Das Werk jedoch, dass Cruse die größte Anerkennung und viele Auszeichnungen beschert hat, ist zweifelsohne das zu Beginn der 1990er in vier Jahren entstandene Stuck Rubber Baby, das in Deutschland bereits kurz nach dem Original 1996 unter dem Titel Am Rande des Himmels herauskam. So wurde Stuck Rubber Baby für den American Library Association's Lesbian and Gay Book Award und den Lambda Literary Award nominiert sowie als "Best Graphic Novel" mit dem United Kingdom Comic Art Award und 2002 mit dem French Prix de la critique ausgezeichnet. Stuck Rubber Baby kann zurecht zu einem Klassiker nicht nur der Comicliteratur, sondern auch zu einem Meilenstein im afroamerikanischen, studentischen und besonders homosexuellen Literaturdiskurs der USA gezählt werden.

Mehr zur Biografie und Fotos von Howard Cruses Leben findet man hier.

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