Erscheinungsdatum:
10.10.2003
Hellboy
4:
Sarg in Ketten
von Mike Mignola
A5,
Hardcover,
SW,
192 Seiten,
Preis: 19,80 €
ISBN
978-3-936480-24-5
Dieser Band versammelt auf 200 Seiten einige der populärsten Hellboy-Kurzgeschichten. Unter anderem die Story "Der Leichnam", die auch als Storyelement im Hellboy-Film verwendet wurde. Die unheimliche Ruine einer Kirche in East Bromwich, England. Getrieben von quälenden Zweifeln an seiner Bestimmung, ermittelt Hellboy in eigener Sache an jenem Ort, an dem fünfzig Jahre zuvor sein irdisches Leben begann. In einer Nacht voller Schrecken trifft der diabolische Jäger des übernatürlichen hier nicht nur auf Geister und Dämonen, sondern auch auf das Geheimnis eines Sargs in Ketten. Der größte Horror jedoch offenbart sich ihm, als er seinen eigenen Ursprüngen ins Auge blickt ... In weiteren Fällen des Bandes bekommt Hellboy es unter anderem mit der Baba Jaga und einer äußerst geschwätzigen irischen Leiche zu tun. Ein grauenhaftes Blutbad auf dem Balkan bringt ihn auf die Fährte der "Wölfe von St. August", und die aberwitzigen Allmachtsfantasien eines Jahrhunderte alten Homunkulus schließlich in wahrhaft kolossale Bedrängnis.
Wie immer mit neuen Pin-Ups deutscher Top-Zeichner (u.a. Wittek, Anton Atzenhofer, Ulf K., Stephan Hagenow) und einer Hellboy-Checkliste.
„HELLBOY ist ein Comic-Meisterwerk. Mit Stil, Einfallsreichtum und einer beängstigenden Geradlinigkeit eröffnet es ein Paralleluniversum voller dunkler Geheimnisse und Horror, wie es in diesem Medium seinesgleichen sucht. Ich empfinde nichts als Hochachtung für Mike Mignola und seine Mitstreiter. HELLBOY gibt mir den Glauben an den Spaß in Comics zurück.“
Clive Barker
„Klassicher Horror meets Märchen meets Superhelden. Und dazu noch einen ganz besonders lässigen. Und das Ganze in Mignolas einzigartigen, kantigen und düsteren Zeichenstil. Einfach grandios.“
Mephisto
Mike Mignola
Der 1962 in den USA geborene Zeichner erlebte seinen internationalen Durchbruch 1988 mit der BATMAN-Geschichte GOTHAM BY GASLIGHT, in der er den Superhelden in einer Art Paralleluniversum auf Jack the Ripper treffen lässt. Mignola gilt spätestens seit diesem Bestseller als Spezialist für atmosphärisch dicht inszenierten, düsteren Comic-Grusel. Mignolas Suche nach einer Figur, die seine Vorliebe für Horror- und Mystery optimal transportiert, mündete 1993 schließlich seiner Kreation HELLBOY. Mit dem Furcht einflößendem Abgesandten der Hölle, der unter Menschen aufwuchs und nun im Dienst einer Organisation zur Bekämpfung paranormaler Phänomene im Einsatz ist, konnte Mignola alle Register seine Könnens ziehen: Hellboy macht ebenso eine gute Figur in kurzen Adaptionen von Legenden, Mythen und Volksmärchen, wie in Horrorepen vom Schlage eines H. P. Lovecraft. Ob Werwölfe, Vampire, Goblins, kosmische Riesenwürmer oder aberwitzige Pulp-Nazis, der um sarkastische Sprüche niemals verlegene Geisterjäger prügelt sie allesamt in die Hölle zurück. Seine Storys um den dämonischen Helden und seine freakigen Mitstreiter bestechen durch wohl kalkulierte Spannung zwischen Humor und Horror, Action und Nervenkitzel, Pathos und Selbstironie. Mignolas einzigartiger, reduzierter Zeichenstil erzeugt eine perfekte Balance zwischen Zeigen, Andeuten und Aussparen. Der Betrachter ist gezwungen, die Freiräume durch die eigene Fantasie zu ergänzen - eine Vorgehensweise, die mehr Grusel generiert als jeder explizite Splatter-Horror. Im Zusammenspiel mit einer düsteren, dem expressionistischen Stummfilm angelehnten Grundatmosphäre wird HELLBOY zu einer unheimlichen Ausnahmeerscheinung unter den modernen Horrorcomics. Mignolas Mystery-Horror-Krimi-Mix schlug ein wie eine Bombe: Die in loser Folge vorgelegten HELLBOY-Comics riefen bei den Lesern und Kritikern Begeisterung hervor und füllen bis heute fünf Sammelbände, die in zahlreichen Übersetzungen vorliegen. Über die Jahre entstanden darüber hinaus eine Reihe von HELLBOY-Romanen, Rollenspiele, Merchandising-Produkte und schließlich ein HELLBOY-Film unter der Regie Guillermo del Torro (PANS LABYRINTH), der 2008 ein Sequel erhält. Mignolas Talente blieben auch Hollywood nicht lange verborgen. Neben seiner Arbeit an Francis Ford Coppolas DRACULA trägt auch die zeichnerische Umsetzung des Disney-Abenteuers »Atlantis« mehr als augenscheinlich Mignolas Handschrift, und er selbst steuerte zu diesem Film ebenso Designs und Storyboards bei, wie für BLADE 2 und die Leinwandfassung seines Helden HELLBOY. Für 2004 hat Mignola allerdings angekündigt, sich nun wieder dem zuzuwenden, was ihm den meisten Spaß bereitet: Seinen Comics.

















































