»Im dritten Band der Reihe setzt sich das faszinierend abgründige Treiben nahtlos fort - Bernet und Abuli ändern keinesfalls ihre Formel. Stattdessen werden die Erzählstrukturen noch ein bisschen raffinierter, die Zeichnungen noch ein Stück weit meisterhafter. Ab und an mischt sich sogar so etwas wie Nostalgie oder Wehmut in die Geschichten, wie in der ersten Story, die uns in einer Rückblende etwas von Torpedos Kindheit zeigt. Aber selbst da ist schon klar: man muss ein Schwein sein, um in dieser höchst ausdrucksstark überzogenen Welt der USA in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu überleben. An kaum einer Episode bisher ließ sich außerdem so gut ablesen, wie bewusst Bernet das klassische Hollywood-Kino zerlegt: Während einer Vorführung eines alten Tarzan-Streifens foltern und töten da Torpedo und Kumpan ein gebrechliches Männlein. Keiner der anderen Zuschauer reagiert. Joaquim Balada Hartmanns Übersetzung ist nach wie vor vorzüglich und überträgt noch jedes schlüpfrige Wortspiel mit Präzision und beeindruckendem Wortwitz. Fazit: TORPEDO ist und bleibt unsere derzeit liebste Schundlektüre.«
(Jochen Ecke, g-wie-gorilla.de)
»Ein herrlich düsterer Humor, abgrundtief gemein und meilenweit unter jeder Gürtellinie, brutal, perfekt gezeichnet und mit jeder Geschichte pointiert erzählt, so präsentieren Abuli und Bernet ein Gangsterszenario, in dem nichts fehlt: Entführung, Mord, Bandenkrieg, Rache, Pferderennen und einiges andere, um die sich ein handfester Gangster nicht schert. Wer es nicht pechschwarz mag, Finger weg, für alle anderen: Schlapplachen.«
(Michael Nolden, Comic-Blog)